La Chica Bordadora : Löwensohn

La Chica Bordadora : Impreso en Alemania
Verlag Löwensohn um 1920


Ein  Knüpf- oder Stickbuch mit acht heraustrennbaren farbigen Illustrationen in Postkartengröße. die mit Garn an den perforierten Stellen vervollständigt werden, wobei farbige Linien die Application erleichtern. Neben dem Hinweis Impreso en Alemania sind keine weiteren Verlags- und Verfasserangaben ersichtlich.Das Heft entstammt dem Archiv des Verlages Löwensohn, der in grossem Umfang Bücher für den internationalen Markt fertigte, wobei der jeweilige Verlag eingedruckt wurde. Diese Angaben fehlen hier, der Titel ist auch in den weltweiten Bibliographien nicht nachweisbar. Es handelt sich daher wohl um einen Probedruck des Verlages Löwensohn für eine geplante Ausgabe im spanischen Markt. Die Herstellungsart ist auch aus einigen anderen Titeln des Verlages Löwensohn bekannt, so etwa dem Libro di Ricamo della bimba laboriosa  für den italienischen Verlag Bemporad. Die Illustrationen können aufgrund ihrer zeichnerischen Handschrift wohl Tamara Ramsay zugeordnet werden.


Tamara Ramsay (* 15. September 1895 in Kiew; † 7. März 1985 in Mühlacker) veröffentlichte ab den 1920er Jahren im Verlag Löwensohn Fürth erste Illustrationen, so in Mein Schiefer-Tafel-Bilderbuch, Hoppel-Poppel von Frida Schanz und Das Himmelshospital. Das im Francke-Verlag, Bern um 1930 veröffentlichte Buch D’ Jahreszytenuhr von Emmy Lang wurde mit Illustrationen der Zeichnerin gestaltet. Als Schriftstellerin und Illustratorin veröffentlichte Tamara Ramsay Die Goldene Kugel, Märchen und Erzählungen mit 63 Bildern der Verfasserin, Perthes Verlag, Stuttgart (1931), Wunderbare Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott mit 90 Zeichnungen, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart (1941), Eliwagar – das Eiszeitbuch, Union-Verlag, Stuttgart (1939) und Wunderbare Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott – Verheißung mit 220 Zeichnungen, Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart (1943).

Vermutlich hat Tamara Ramsay viele Illustrationen für den Löwensohn Verlag in Fürth bis zu dessen Übernahme durch die Kunstanstalten May AG (KAMAG) im Jahre 1937 angefertigt, die in verschiedenen Publikationen Verwendung fanden. Ein Nachweis gestaltet sich vielfach schwierig, da häufig keine Verfasserangaben erfolgten.


Zur Geschichte des Verlages Löwensohn siehe den Artikel Bilderbücherfabrik Löwensohn